Der sogenannte 2+4-Vertrag und das Fehlen einer Friedensregelung.

Um die Konsequenzen des Fehlens einer Friedensregelung zu verstehen, ist zunächst erforderlich, sich zu vergewissern was Krieg bedeutet. Es handelt sich hierbei um einen rechtlichen Zustand. Es ist ein rechtlicher Ausnahmezustand, ohne daß militärische oder anderweitige Kampfhandlungen ausgeführt werden müssen. Durch den Kriegszustand gilt das Kriegsvölkerrecht in Gestalt der Haager Landkriegsordnung und den Genfer Konventionen als höchstrangiges Recht. Hierdurch werden Handlungen legitimiert, die anderenfalls illegal wären, wie das Zerstören von Sachwerten oder das Be kämpfen oder Töten anderer Staatsangehöriger etc.

Durch den sogenannten “2+4-Vertrag” sollten die äußeren Aspekte der Vereinheitlichung der Verhältnisse im Besatzungsgebiet geregelt werden. In diesem “2+4-Vertrag” haben die vier Besatzungsmächte einen neuen völkerrechtlichen Begriff eingeführt, namentlich “vereintes Deutschland”. In Artikel 1 Absatz (1) definieren sie diesen Begriff:

Artikel 1.
(1) “Das vereinte Deutschland wird die Gebiete der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Demokratischen Republik und ganz Berlins umfassen. Seine Außengrenzen werden die Grenzen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland sein.

“BRD”-Propagandafunktionäre behaupten immer wieder gerne, durch den sogenannten “2+4-Vertrag” habe die BRD “volle Souveränität” erlangt. Sie beziehen sich dabei auf den Artikel 7 Absatz 1:
“Die Französische Republik, das Vereinigte Königreich die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und die Vereinigten Staaten beenden hiermit ihre Rechte und Verantwortlichkeiten in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes. Als Ergebnis werden die entsprechenden, damit zusammenhängenden vierseitigen Vereinbarungen, Beschlüsse und Praktiken beendet und alle entsprechenden Einrichtungen der Vier Mächte aufgelöst.

Im Absatz 2 lesen wir dann:

“Das vereinte Deutschland hat demgemäß volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.”
Merkwürdigerweise können die “BRD”-Funktionäre nicht erklären, weshalb die oben genannten schwerwiegenden Souveränitätseinschränkungen (wie Truppenzahlbegrenzung, Verbot von Massenvernichtungswaffen oder Gewährleistung bestimmter Verfassungsinhalte) für dieses “vereinte Deutschland” festgelegt wurden. Offensichtlich ist der “2+4-Vertrag” lediglich eine Täuschung!
Weiterhin wird nirgends erklärt, weshalb heute noch die BRD mit einem Grundgesetz der Besatzer existiert und nicht ein deutscher Staat als Gebietskörperschaft mit legitimer Verfassung.

Das Fehlen einer Friedensregelung
Von “BRD”-Vertretern wird immer wieder behauptet, bei dem sogenannten “2+4-Vertrag” handele es sich um einen Friedensvertrag. Dies ist jedoch nicht nur eine ziemlich dreiste Lüge, sondern dazu noch völliger Unsinn.

Ein Friedensvertrag wird zwischen Siegern und Besiegten geschlossen.

Die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges sind:

  1. U.S.A. (als Hauptsiegermacht)
  2. Großbritannien
  3. UdSSR (Rechtsnachfolger Rußland).

Frankreich war niemals Siegermacht sondern nur Besatzungsmacht. Deshalb hätte Frankreich einen Friedensvertrag niemals aushandeln und unterzeichnen können! Auch an diesem Fakt ist ersichtlich, daß der sogenannte “2+4-Vertrag” lediglich auf der Ebene des Besatzungsrechtes und nicht auf der Ebene des Siegerrechts geschlossen wurde.

„Erst wenn die Kriegspropaganda der Sieger Eingang in die Geschichtsbücher der Besiegten gefunden hat und von der nachfolgenden Generation auch geglaubt wird, kann die Umerziehung als gelungen angesehen werden.“

Folglich hätte es sich bei einem Friedensvertrag doch eher um einen “2+3-Vertrag” handeln müssen!
Allerdings könnte ein Friedensvertrag auch kein “2+3-Vertrag” sein. Schließlich sind die beiden Kolonialverwaltungen “BRD” und “DDR” zu keiner Zeit rechtssubjektidentisch mit dem Deutschen Reich oder dessen Rechtsnachfolger gewesen, und haben am ersten oder zweiten Weltkrieg nicht teilgenommen. Sie hätten somit niemals für das Deutsche Reich einen Friedensvertrag aushandeln oder unterzeichnen können. Ein Friedensvertrag kann nur zwischen den drei Siegermächten einerseits,
und dem Deutschen Reich (oder einem Rechtsnachfolger) andererseits ausgehandelt und geschlossen werden. Ein solcher Friedensvertrag müßte deshalb ein “3+1-Vertrag” sein, den es, wie jedermann weiß, bis heute nicht gibt!

Entgegen allen anderslautenden Behauptungen, sind sich die Verantwortlichen des “BRD”-Systems durchaus bewußt, daß eine Friedensregelung bis heute nicht besteht. Sie war von den Arbeitgebern
der Vertreter des “BRD”-Systems – den Besatzungsmächten – auch nie gewollt:

Während der Verhandlungen zum sogenannten “2+4-Vertrag” im Rahmen der Außenministerkonferenz am 17.07.1990 in Paris hat der anwesende damalige polnische Außenminister Skubiszewski protestiert. Er hatte geltend gemacht, daß durch diesen “2+4-Vertrag” keine Friedensregelung realisiert werde und demzufolge eine Grenz und Gebietsgarantie für die Republik Polen nicht gewährleistet sei.

Man beachte dabei die diesbezügliche Stellungnahme der Vertreter der “BRD” und der “DDR” im Protokoll des französischen Vorsitzenden:
“Die BRD unterstreicht, …daß ein Friedensvertrag oder eine Friedensregelung nicht beabsichtigt sind. Die DDR stimmt der von der BRD abgegebenen Erklärung zu. ” An dieser Stelle paßt ein interessantes Zitat:
“Ironischerweise ist Deutschland keine souveräne Nation, ohne Friedensvertrag und mit über 70.000 US- amerikanischen Besatzungstruppen noch immer auf seinem Boden. Die U.S.A. und Großbritannien könnten die Bundestagswahl annullieren unter Deutschlands tatsächlicher Verfassung, dem Londoner Abkommen vom
08.08. 1945. “
(“American Free Press” vom 07.10.2002)

Interessant ist hierbei, was ein nicht ganz unbekannter Insider zu diesem Thema zu sagen hat:


Obama am 05.06.2009 in Ramstein
(größte US-Militärbasis außerhalb der U. S.A. )
  • Germany is an occupied country -and it will stay that way!
    Übersetzung:
    “Deutschland ist ein besetztes Land und das wird es auch bleiben.
    Rechts: Obama
Ein sehr verräterisches Schriftstück:

Protokoll des französischen Vorsitzenden zu den Verhandlungen über den “2+4-Vertrag” am 17.07.1990.
Klar zum Ausdruck kommt, daß von den Vertretern der beiden Kolonialverwaltungen Genscher (BRD) und Meckel (DDR) eine Friedensregelung niemals gewünscht beziehungsweise niemals beabsichtigt war!

Nebenbei: Eine der größten Schweinereien des 20. Jahrhunderts ist ebenfalls in diesem Schriftstück ent halten, weshalb auch der polnische Außenminister protestiert hat: Nämlich daß das Territorium von Polen
bis heute nicht definiert ist und die Polen bis heute keine Gebiets- und Grenzgarantie haben. Und daß alles wegen des Fehlens eines Friedensvertrages.

(vgl. Drittes Treffen der Außenminister der Zwei plus Vier am 17.07.1990, Protokoll des französischen Vorsitzenden Nr. 354 B, Anlage 2. Deutsche Einheit, Seite 1369-1370, 4096 Oldenbourg Verlag).

Fazit:
Der sogenannte “2+4-Vertrag” ist ausschließlich auf der Ebene des Besatzungsrechts geschlossen worden, und nicht auf der Ebene des Siegerrechts.
Die vier Besatzungsmächte haben sich in diesem Vertrag lediglich auf die Herstellung eines neuen fremdbestimmten Verwaltungskonstruktes namens “Vereintes Deutschland” geeinigt.
Das im “2+4-Vertrag” beschriebene “Vereinte Deutschland” ist jedoch nie handlungsfähig hergestellt worden. Sofern es hergestellt worden wäre, hätte es sich um eine Gebietskörperschaft mit dem darin definierten Territorium und den darin definierten Außengrenzen gehandelt.
Zudem wäre dieses “Vereinte Deutschland” alles andere als souverän gewesen, es hätte sich nicht um einen souveränen Staat auf deutschem Boden und nicht um einen Rechtsnachfolger des Deutschen Reichs gehandelt. Es ist deshalb völlig ausgeschlossen, den sogenannten “2+4-Vertrag” als Friedensvertrag zu interpretieren.

Unabhängig davon, daß der “2+4-Vertrag” kein Friedensvertrag sein kann, konnte er auch nicht rechtswirksam ratifiziert werden. Dies ergibt sich aus der Tatsache, daß das darin beschriebene “Vereinte Deutschland” nicht handlungsfähig hergestellt worden ist. Die Besatzungsmächte können somit
jederzeit reklamieren, daß dieser Vertrag nie in Kraft getreten sei.
Im Ergebnis der Vorgänge von 1990 besteht bis zum heutigen Tage keine Friedensregelung zwischen den Alliierten und dem Deutschen Reich. Somit ist völkerrechtlich der Kriegszustand nie beendet worden. Die Tatsache, daß BRD Vertreter und in BRD Medien und in den Schulen gebetsmühlenartig herum posaunt, und insbesondere unseren Kindern vorgelogen wird, der “2+4-Vertrag” sei ein Friedensvertrag, ist ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie die Menschen im “BRD”-System gezielt
manipuliert und verdummt werden.